Viele Menschen pressen oder knirschen nachts mit den Zähnen, ohne es zu merken. Fachlich heißt das Bruxismus. Eine individuell angefertigte Schiene schützt die Zahnsubstanz, entlastet die Kaumuskulatur und nimmt Druck vom Kiefergelenk.
Weil es im Schlaf passiert, bemerken Betroffene es meist erst an den Folgen. Typische Hinweise sind:
Beim Pressen wirken Kräfte, die weit über dem normalen Kaudruck liegen. Auf Dauer trägt sich der Zahnschmelz ab, Füllungen und Kronenränder werden überlastet, Zähne können empfindlich werden oder Risse bekommen. Auch Kiefergelenk und Kaumuskulatur reagieren mit Verspannungen, die bis in Nacken und Kopf ausstrahlen. Eine Schiene stoppt die Ursache nicht, aber sie fängt die Kräfte ab, bevor sie Schaden anrichten.
Eine Schiene schützt zuverlässig vor weiterem Abrieb und lindert häufig die Verspannungen. Die Ursachen des Knirschens liegen aber oft woanders, etwa in anhaltendem Stress, in der Schlafqualität oder in einer Fehlstellung des Bisses. Deshalb besprechen wir mit Ihnen, ob zusätzliche Schritte sinnvoll sind, etwa Entspannungsübungen, Physiotherapie oder eine kieferorthopädische Abklärung.
Reinigen Sie die Schiene nach jedem Tragen mit kaltem Wasser und einer weichen Bürste und bewahren Sie sie trocken auf. Heißes Wasser kann den Kunststoff verformen. Bringen Sie die Schiene zu jedem Kontrolltermin mit, dann prüfen wir sie gleich mit. Je nach Knirschintensität hält eine Schiene mehrere Jahre.
Liegt eine entsprechende Diagnose vor, ist die Schiene bei gesetzlich Versicherten in der Regel eine Kassenleistung. Für bestimmte Bauarten oder zusätzliche Funktionsanalysen kann ein Eigenanteil anfallen. Wir sagen Ihnen vor der Behandlung, womit Sie rechnen müssen.
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